Das dunkle Imperium – Teil II

Während der erste Teil von “Das dunkle Imperium” mehr eine ultimative, dunkle Bedrohung für Luke’s Intrigität bereithielt (und sich von Stimmung und der Komprimiertheit der Handlungfäden gut mit Episode V vergleichen lässt, wobei sich Luke erneut und tiefgehender dem inneren Konflikt stellen musste, der ihn gegen Ende von Episode VI umtrieb) ist der zweite Teil ein umfassender Kampf, in dem sich ein paar der wichtigsten Ereignisse des EU zutragen, die weite Schatten in Vergangenheit und Zukunft werfen.

Der Imperator scheint entgültig tot, die Rebellion ist jedoch fast wieder auf ihre Ursprünge zurückgeworfen worden und noch ist die Dunkelheit, die mit ein paar schnellen Handgriffen jahrelange Fortschritte der Allianz zunichte gemacht hat, nicht aus der Galaxis verschwunden. Noch immer versuchen dunkle Adepten Palpatines seinen Willen durchzusetzen und im Kampf der Superlativen scheinen einmal mehr neue Superwaffen, Droiden und Sternenjäger das Schicksal der Galaxis zu entscheiden.
Doch der eigentliche Kampf, dass weiß Luke, wird sich an der Frage entscheiden, ob die Jedi-Ritter überleben können. Er hat bereits einen weiteren Jedi gefunden und mit Hilfe der Jedi-Holocrons hofft er weitere Verbündete für seinen Wiederauflebungsplan des Jedi-Ordens aufzuspüren. Eine dieser Jedis, eine direkte Nachfahrin von Nomi Sunrider (die 4000 Jahre vor den Ereignissen lebte und in den Comic Essentials “Der Sith Krieg” u.a. verewigt ist) lebt auf Nar Shaada, wo Han und Lea hoffen sie zu finden. Doch auch Lea ist in Gefahr, denn sie trägt einen weiteren mgöichen Jedi-Ritter in sich …

Die neue Allianz nach langen Strapazen und Befreiungskriegen noch einmal so nah an den Rand einer Vernichtung zu drängen und das so plötzlich, erscheint manchem Fan des durch Comics und Romane erweiterten Universums von Star Wars und dessen Chronologie vielleicht zu diesem Zeitpunkt, nach den Ereignissen um Grandadmiral Thrawn, etwas widersinnig, allerdings hat gerade der zweite Teil von “Das dunkle Imperium” durchaus seinen berechtigten Platz in dem Gefüge, nicht nur wegen seiner unnachahmlich wendungsreichen Story, sondern auch wegen der vielen Parallelen zu anderen Star Wars Büchern und Geschichten und den vielen Dingen, die endlich einen wesentlichen Aspekt des erweiterten Universums voranbringen: Die Rückkehr der Jedi-Ritter.

Mag auch die Idee einer Weidererweckung Palpatines manchem zögerlichen Fan eher wie ein Sakrileg gegenüber der Filmtrilogie erscheinen (ganz kann ich mich auch nicht davon losreißen), so hat sie doch eine höchst bemerkenswerte Geschichte entstehen lassen und bietet außerdem noch einmal die Möglichkeit, das ganze Ausmaß von Palpatines Hass und Furcht zu zeigen und zu zelebrieren und somit auch das uralte Erbe der Sith quasi wiederauferstehen zu lassen, sodass man es (von der Chronologie aus gesehen) ein letztes Mal in voller Blüte erleben kann. Denn letztendlich setzt dieser Comic auch der fast 5000 Jahre alten Geschichte von der Rache der Sith ein entgültiges Ende und wird diesem Titel mit seiner farblich surrealen Zeichenkunst und seiner nah am Abgrund wandelnden Story auch mehr als gerecht. Für alle Star Wars begeisterten ist dieser Comic um Materialschalchten, Jedi-Mythen und eine neue Rebellion  sicherlich ein galaktisches Pflichterlebnis.

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