Das letzte Kommando

Auch wenn nicht alles, was Großadmiral Thrawn sich vorgestellt hat, gelungen ist, hat er doch auf ganzer Linie einen Vorteil für sich herausgeschlagen. Die “Rebellion” wankt unter den Schlägen seiner durch die Dreadnaughts neu gestählten Flotte und ist an allen Fronten auf dem Rückzug. Dadurch kann sich der Großadmiral ganz bequem auf seine zusätzlichen Pläne konzentrieren, die vorsehen, noch mehr Zwietracht und Verzweiflung in den Reihen der Neuen Republik zu säen. Doch seltsamerweise scheinen sich gerade in der Zeit höchster Not seltsame Allianzen anzukündigen. Und wenn Thrawn auch das höhere Blatt hat, spielt er längst mit sehr offenen Karten – was nicht schlecht ist, wenn man weiß, dass man gewinnt. Doch gibt es überhaupt eine Komponente, die der charismatisch-kühle Taktiker nicht mit einberechnet hat, eine Initiative, die ihn überraschen würde?

Über den letzten Band sei nur verraten, dass er sehr viel epischer ist, als die ersten beiden Bände und alles sich wie in Episode VI auf das Finale zuschiebt, wo es dann Schlag auf Schlag geht. Das macht den Roman keineswegs schlechter als eine beiden Vorgänger, aber bestimmte Komponenten kommen doch etwas kurz oder wirken übereilt. Aber trotzdem kann Zahn noch mit einigen Überraschungen aufwarten und bis zuletzt verschieben sich die Mächtegleichgewichte und Aussichten immer wieder. Also: Ein durchaus würdiger Abschluss.  Noch einmal sei betont, dass jeden Star Wars Fan hier nicht nur tolle Kost ihrer Lieblingssaga mit dem klassischen Feeling, sondern auch wirkliche erstklassige Romankomposition erwartet.

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