Flucht ins Ungewisse

Immer schlimmere und schlimmere Feinde und Bedrohungen müssen es sein, denen sich die Helden der so weit, weit entfernten Galaxis gegenübersehen? “Gegen einen schlimmeren Feind hat die Republik noch nicht gekämpft”, das steht hinten auf dem Band und hätte ich mir das Buch wegen dieser Aussage gekauft, wäre ich doch sehr enttäuscht worden.
Aber trotzdem ist “Flucht ins Ungewisse” nicht sooo schlecht, wie es oft gemacht wird – gut ist er allerdings auch nicht.

Dieser erste Band von Kevin J. Andersons Jedi Academy Trilogie kommt recht klassisch daher: Han und Chewie sind mit dem Falken nach Kessel unterwegs, um diplomatische Beziehungen zu dem unabhängigen Schmugglersystem aufzunehmen. Luke, ewig herumstreifender Jedi-Ritter, der erst vor kurzem durch den blendenden Horror der Dunklen Seite gegangen ist, sucht derweil nicht mehr nach Jediartefakten, sondern nach machtsensitiven Schülern für seine neu zu gründende Jedi-Akademie. Auch Lando lässt sich in die Suche einspannen, während Lea auf Coruscant festsitzt, immerhin aber erstmals ihre Kinder Jaina und Jacen um sich hat.

Im Verlauf der der Handlung kommen die klassischen EU Faktoren ins Spiel: Ausgestoßene Imperiale, neue Geheimnisse und, oh Wunder, schlimme neue Feinde. Luke, Han und Co. finden neue Verbündete und springen mehr als einmal knapp dem Tod von der Schippe. Figurentechnisch gesehen ist das Buch sicherlich eine Enttäuschung. Sämtliche neuen Personen stehen eindeutig im Schatten ähnlicher (wirklich ähnlicher) Charaktere und auch klassische Charaktere fallen teilweise hauptsächlich wegen ihrer Kargheit und Schematik auf. Ansonsten wartet Andersons Buch immerhin mit einigen interessanten Geschichten auf, die über das Potential seiner Figuren hinausweisen (was zugegebenermaßen nicht sehr attraktiv klingt).

Herauskommt am Ende ein durchaus spannendes, teilweise mit Innovationen, teilweise mit klassischen Star-Wars Aktionen & Dialogen gefülltes Buch, das auch seine kleinen Längen hat. Viele Querverweise sind durchaus interessant, einige Ereignisse und Auslassungen sicherlich nicht jedermanns Sache – aber das Buch kann trotzdem als solides Star Wars Werk betrachtet werden. Leider lässt die Trilogie tatsächlich bereits in Band 2 kräftig nach, was allerdings den ersten Band in seiner Singularität nicht schmälern sollte

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