Etwas zu knapper Abschluss

“Comkin Fünf war eine grün-blaue Welt, die einen gelben Stern umkreiste. Als die “Fälschung” sich der Planetenoberfläche näherte, lösten sich die Farbklekse auf und wurden zu blauem Meer und tiefgrünen Tropen mit Wolkenbändern darüber sowie winzig kleinen arktischen Eiskappen.
-Hübsch-, sagte Donos, -Was jagen wir als Erstes in die Luft?-
Wedge, der vor ihm auf dem Pilotensessel saß, drehte sich zu ihm um: -Das sollten Sie sich aufschreiben-, sagte er. -Das wäre ein guter Wahlspruch für die Gespensterstaffel.-”
(Zitat von Seite 308)

Da bleibt eine große Leere, nach dem der letzte X-Wing Roman der zusammenhängenden Reihe (sowohl Stackpole (X-Wing – Isards Rache) als auch Allston (X-Wing – Das letzte Gefecht) schoßen im späteren Lauf der Chronologie noch einen Band nach; Allston sogar bald noch einen zweiten: X-Wing – Gnadentod) ausgelesen ist; und das Gefühl, dass die Leere kleiner sein könnte, wenn das Buch im Hinblick auf die großen Zusammenhänge nicht so zurückhaltend wäre, Zusammenhänge, die immerhin angetastet werden, aber nicht wirklich vollendet.

Zwischen Episode VI und den Abenteuern um Admiral Thrawn, Mara Jade und Co sind es eigentlich nur die X-Wing Romane, die einen Einblick in das Geschehen des EU geben und den Bogen spannen zwischen dem Ende der Rebellion und dem Anfang der Neuen Republik und ihrers Zeitalters. Doch ganz elementar sind die X-Wing Romane und ganz speziell die Gespensterstaffel-Romane, eine Timeline und ein Personenkreis für sich, der erst hier, im letzten Band, ein wenig mit dem klassichen Star Wars verbunden wird.

Kriegsherr Zsinj, neben Ysanne Isard der große Feind in den ersten Jahren nach dem Galaktischen Bürgerkrieg, hat durch die Interventionen der Gespensterstaffel bereits einiges an Schaden erlitten. Doch genau wie bei Isard und später bei Thrawn hat er sich einige seiner größten Coups noch für zuletzt aufgehoben. Plötzlich beginnen Alienmitglieder der Flotte sich gegen kommandierende Offiziere und andere hohe Mitglieder der Allianz zu wänden. Attentate, scheinbar ohne Hintergrund und Bewegründe. Und auch Han Solo, der Zsinj nun schon seit Monaten durch die Galaxis jagt, scheint ein schneller Erfolg verwehrt. Gut das Han sowohl auf die Sonderstaffel als auch auf ihre Gespensterkollegen zurückgreifen kann…

Der Fokus liegt dabei auch in diesem Band eindeutig auf den Mitgliedern der Gespensterstaffel und ihnen ist auch in diesem Band ein schönes Denkmal gesetzt worden. Obwohl sich die meiste Action ganz klar am Boden abspielt und auch die persönlichen Beziehungen zwar viel bemüht, aber ebenfalls wenig vollendet werden, hat der Roman doch etwas Filigranes. Vielleicht sollte ich es bei dieser kurzen Einschätzung belassen. Fazit: Nicht ganz so furios wie in Bacta-Piraten, aber trotzdem Recht opulent, geht hier die zweite Chronik der X-Wings zu Ende. Direkt an diesen Roman schließt Entführung von Dathomir an, der leider das Zsinj Thema ungenügend und plötzlich zu einem Ende bringt.

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