Gerichtsprozesse, Machtspiele, ein Virus und eine neue Aufgabe

Coruscant ist erobert und – wie angekündigt und erwartet – bedeutet das natürlich kein riesiges Fest, keinen glorreichen Sieg, keine große Erleichterung, die es zu feiern gäbe – stattdessen warten prompt mehr Aufgaben auf die Neue Allianz als je zuvor. Die Rebellion ist zu Ende gegangen, den mit ihrer Etablierung hat sie diesen freiheitlichen, aufrührerischen Mantel abgelegt und muss sich nun neu positionieren und beweisen, dass sie nicht nur eine Opposition war, sondern auch herrschen und schützen kann. Zeit für aufwendige politische Schachzüge, Bezichtigungen, Verrat, Machtspiele, etc.

Mittendrin die Sonderstaffel, die trotz ihrer wichtigen Rolle bei der Eroberung vor einigen schwer zu bewältigen Problemen steht, die sich nicht einfach mit einem gezielten 4fach-Laser-Schuß beseitigen lassen. Hoffnungsträger Corran Horn ist tot, Tycho Celchu ist wegen Mordes an ihm angeklagt und der Leser wird die ganze Zeit das Gefühl nicht los, dass der richtige Verräter in den Reihen der Rogue Squadron immer noch auf freiem Fuß ist. Die Piloten müssen sich mit Tychos Verteidigung befassen und gleichzeitig noch einen Weg finden Isards Abschiedsgeschenk, den Kytos-Virus, unter Kontrolle zu kriegen. In einem gewaltigen Gemisch aus Politik, neuen Aufträgen und verschiedenen Zeitabläufen, scheint dabei nichts sich zum Guten wenden zu können – aber das Unmögliche ist ja eigentlich die Spezialität der Sonderstaffel.

Sicherlich ambitioniert und letztendlich auch nicht mit schlechtem Ergebnis, hat Michael Stackpole mal wieder allerhand überraschende Wendungen vorbereitet, die den Roman zumindest spannend halten. Dass er sich dabei die Freiheit nimmt zwischen etlichen Perspektiven und Handlungssträngen hin und her zu schalten, ist zwar interessant und entwickelt eine gute Dynamik, allerdings ist das Buch somit weder zur Nebenlektüre über einen längeren Zeitraum gedacht, noch eine durchgehende durchschaubare Angelegenheit; manchmal wird nicht unbedingt klar, wer jetzt gerade wen erfolgreich verrät/übers Ohr haut und wer gerade von was und wieso und wodurch weiß. Das gibt dem Roman zwar eine ambivalente Tiefe, bringt ihn hier und da aber auch überstürzt zu einem Ende, dass etwas ausführlicher hätte ausfallen können.

Alles in allem kein schlechter X-Wing Roman, mit ein bisschen zu wenig X-Wings, was aber auch für die Individualität der Reihe spricht. Und das Ende hat was sehr Geniales!

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