Neben “Bacta-Piraten” der beste X-Wing Roman

Diese Rezension ist etwas umfangreicher: Um direkt zur Buchbesprechung zu kommen, einfach die ersten 2 Absätze überspringen.

Star Wars: Krieg der Sterne, das war eine Art Cyber-Märchen, eine kultige Weltraumoper, ein unvergessliches Anderweltenerlebnis, eine Heldengeschichte ohne Abstriche. Doch schon mit den 5 folgenden Filmen wandelte George Lucas die Konzepte des Universums (mal erfreulicher, mal fragwürdiger) ab. Die Düsternis in “Das Imperium schlägt zurück”, die unübertroffene Leichtigkeit und Epik von “Die Rückkehr der Jedi-Ritter”, dann plötzlich Politik, Verrat, Klonkriege und ein ganz neues Bild der Jedi-Ritter in der Prequel Trilogie – und schließlich dann die Klassiker des erweiterten Universums in Buch & Comic, die auch gerne mal auf die andere Seite der Star Wars Ideale wechselten. Wie passt das alles zusammen?

Anscheinend sehr gut, den Star Wars hat diese diversen Transformationen im Kern gut überstanden (auch wenn neuste Buchentwicklungen oft etwas überstürzt wirken). Mit den Comics um die alten Sithlords und großen Kriege, die mancmal 5000 oder 1000 Jahre vor den Ereignissen in einem gewissen Todessterngraben spielen, hat Star Wars so etwas wie eine Historie erhalten, eine konsequente. Mit Romanen und Comics um Sturmtruppen, imperial Gardisten und dunkle Jedi-Ritter wurde aus der einfachen Schematik von Gut und Böse eine episch-ewiger Kampf zweier politischer, gesellschaftlicher und religiöser Ansichten. Und schließlich haben Romanfolgen wie die X-Wing-Zyklen das menschliche Potential aus dem Universum herausgeholt und uns Helden gezeigt, die auch sterben können.

Die Gespensterstaffel hat ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Nach dem ersten Coup und der ersten Delle in Kriegsherr Zsinjs Armee, soll der Despot höchst selbst nun angegangen werden. Dafür ist eine verdeckte Operation geplant, bei der die Staffel sich in eine Piratenhorde verwandeln muss – kein Problem für die “spezielleste” Truppe im Dienste der Republik…

Gerade im Bezug auf die Charaktere hat Allston sich in diesem Buch fast noch einmal selbst übertroffen. Stackpole hatte starke Charaktere, aber Allston schafft es beinahe wirklich “Menschen” aus seinen Figuren zu machen und das in einer weit, weit entfernten Galaxis, deren Darstellung nicht gerade vordringlich für dererlei bekannt ist. Natürlich liegt vieles davon unter der Oberfläche oder hat einzelne Auftritte, da es ja in Star Wars Romanen immer auch um Schlachten und andere Dinge geht. Aber Allston schafft eine gute Verbindung zwischen den X-Wing-klassischen Elementen und einer durchgängigen Beschäftigung mit seinen Figuren.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber obwohl dieser Roman nicht bombastisch oder sehr genial aufgemacht ist, oder mit diveresen Verschwörungen und Gegenverschwörungen versehen, gehört er zu meinen Favoriten im Star Wars Universum. Vielleicht sind es die vielen kleinen Gesten darin, vielleicht der eher unpektakuläre, aber nichtsdestotrotz spannende, Einsatz, vielleicht auch nur das Ende, das Star Wars pur ist. Auf jeden Fall zusammen mit Bacta-Piraten der beste X-Wing Roman.

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